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Zuständiges Finanzamt finden – so geht’s


Neben der elektronischen Steuererklärung können die Steuerformulare nach wie vor direkt bei den zuständigen Finanzämtern eingereicht werden. In beiden Fällen muss aber bereits im Mantelbogen das zuständige Finanzamt angegeben werden. Dieses Finanzamt ist dann für eure Steuererklärung zuständig. So könnt ihr herausfinden an welches Finanzamt ihr eure Steuererklärung schicken sollt.


Zuständiges Finanzamt ermitteln

Im Mantelbogen jeder Einkommensteuererklärung wird das zuständige Finanzamt eingetragen. Die örtliche Zuständigkeit eines Finanzamts ist dabei aber nicht immer genau ersichtlich. Grundsätzlich ist aber das Finanzamt an eurem Erstwohnsitz für euch zuständig. In der Regel kann das Finanzamt mit Hilfe der Postleitzahl oder des Ortsnamens auf den Finanzseiten der Länder schnell ermittelt werden. Klickt dafür einfach auf die Finanzamtsuche eures Bundeslandes und gebt anschließend entweder die PLZ oder den Namen in die Suchmaske ein, um euer Finanzamt zu ermitteln. In größeren Städten kann es mehrere Finanzämter geben, diese sind oft entsprechend des Nachnamens geordnet.

Zuständiges Finanzamt bei Verheirateten und Geschiedenen

Verheiratete Paare haben die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Veranlagung, die steuerliche Vorteile bringt. In solch einem Fall können die Lohnsteuerklassen der beiden Ehepartner angepasst werden, um die Steuerlast zu reduzieren. Das bedeutet, dass Ehepartner eine gemeinsame Einkommenssteuer abgeben, welche die Einnahmen der beiden Eheleute zusammen erfasst. Diese Ehegemeinschaft wird steuerrechtlich als eine einzige fiktive Person behandelt, weshalb auch nur ein Lohnsteuerbescheid übermittelt wird. Zieht einer der Ehepartner vom ursprünglichen Wohnort weg, ändert sich am zuständigen Finanzamt erstmal nichts. Erst wenn beide Eheleute an einen neuen Ort ziehen, übernimmt das Finanzamt am Ort des Partners mit dem höheren Einkommen.

Zuständiges Finanzamt bei Umzug und Wohnortwechsel

Grundsätzlich ist immer der aktuelle Wohnort entscheidend, der als Erstwohnsitz gemeldet ist. Bei Studenten ist das häufig entweder der Wohnsitz der Eltern oder die Wohnung im Studienort. Die meisten Städte fordern jedoch eine Ummeldung. In diesem Fall ändert sich die Meldeadresse und das zuständige Finanzamt wird benachrichtigt. Auch der Lohnsteuerbescheid wird ab der Ummeldung an die neue Meldeadresse verschickt. Bei einem Umzug sollte aber immer das vorherige Finanzamt informiert werden.

Zuständiges Finanzamt für Selbstständige

Selbständige und Inhaber eines Gewerbes müssen ihre Tätigkeit dem Finanzamt melden. Um das zuständige Finanzamt zu ermitteln wird von dem Ort ausgegangen, an dem voraussichtlich der Großteil der geschäftlichen Tätigkeit stattfindet. Selbstständige bekommen in diesem Fall eine Umsatzsteuernummer vom Finanzamt zugewiesen, die sie auf ihrer Steuererklärung angeben müssen. Ausnahmen gelten hier beispielsweise für Kleinunternehmer.

Zuständiges Finanzamt bei Wohnsitz im Ausland oder Zweitwohnsitz

In diesem Fall muss zwischen Verheirateten und Alleinstehenden unterschieden werden, denn es gelten verschiedene Regelungen. Bei Alleinstehenden wird der gewöhnliche Aufenthaltsort herangezogen, um das zuständige Finanzamt zu ermitteln. Dabei kann es durchaus sein, dass auch der Zweitwohnsitz steuerlich relevant ist, sofern hier die meiste Zeit verbracht wird. Genauso verhält es sich auch bei Auslandsaufenthalten und bei einer doppelten Haushaltsführung. Im Gegensatz dazu ist bei Verheirateten wichtig, wo sich der Lebensmittelpunkt der Familie befindet. In den meisten Fällen ist das der Wohnsitz der Familie. Bei der Steuererklärung von Verheirateten ist also in der Regel das Finanzamt zuständig, das die Einkommenssteuer des Bezirkes bearbeitet, in dem die Familie die meiste Zeit verbringt.

Zuständiges Finanzamt bei überregionalen Tätigkeiten

Bei Beamten im öffentlichen Dienst kommt es häufig vor, dass sie über einen längeren Zeitraum einen Tätigkeitsort haben, für den ein anderes Finanzamt zuständig ist. Aber auch wer bei der Bundeswehr, dem Zoll oder der Polizei arbeitet, fällt bei der Steuererklärung dennoch unter die örtliche Zuständigkeit des Finanzamts am Erstwohnsitzes. Dasselbe gilt auch für Vertriebler, denn entscheidend ist in allen Fällen der Lebensmittelpunkt und nicht die wechselnde Tätigkeitsstätte.

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